Ich kann mir gut vorstellen, wie Sie sich fühlen!

Im Jahr 2005 musste ich, Martina Haagen, auch die "haarlose" Zeit durchleben: Durch eine Chemotherapie habe ich meine Haare verloren. Ich fand es sehr schwierig, Kopfbedeckungen und Mützen zu finden, die neben der rein sachlichen Anforderung, nämlich meinen Haarverlust zu verbergen, meine Persönlichkeit unterstrichen. Zu einer Perücke konnte ich mich nicht entscheiden, durch sie fühlte ich mich irgendwie "verkleidet". Deshalb musste ich nach Alternativen suchen, habe vieles ausprobiert und letztlich angefangen, eigene Hüte und Mützen zu entwerfen.

Bei Freundinnen haben diese Mützen und Hüte eine große Resonanz erzeugt und meine Chemo-Mitstreiterinnen wollten auch solche Mütze haben! Daher habe ich, als die Therapie beendet und die Haare wieder gewachsen waren, den Entschluss gefasst, meine Kopfbedeckungen auch anderen zugänglich zu machen.

Meine Kopfbedeckungen können nun schon seit über 10 Jahren bei "gut behütet" - telefonisch oder im Onlineshop - bestellt werden. Es sind in dieser Zeit auch viele neue Varianten und Modelle entstanden, ich habe mit Materialien, Formen und Mustern gespielt. Heraus gekommen sind Mützen, die sich in gewollter Weise von den herkömmlichen Chemo-Einheitsmützen unterscheiden. Sie sind verlässliche Partner für den Alltag oder festlicher Schmuck für den besonderen Anlass. 

Meine Kopfbedeckungen können sich in jeder Hinsicht - Gestaltung, Qualität und Preis - sehen lassen.

 

Seit über 10 Jahren Jahren arbeite ich mit der Tinka Bell Nähwerkstatt in Berlin zusammen, die meine Hüte und Mützen herstellt. Die Firmengründerin Christine Reincke ermöglicht es seit Jahren jungen Menschen mit Behinderungen durch Praktika, Ausbildungsverträge und anschließende Anstellung am Arbeitsprozess teilzuhaben.  2017 wurde sie für diese Inkusion mit dem Annedora-Leber-Preis ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!